Fatma Aydemir (*1986)

Fatma Aydemir (*1986): Doktormutter Faust

Aydemirs erstes Theaterstück setzt zentrale Elemente aus Goethes Faust I zu einer Geschichte über Macht- und Identitätsdiskurse im 21. Jahrhundert neu zusammen. Margarete Faust, Professorin für Gender Studies, stürzt angesichts einer rechtspopulistischen Regierungspolitik in eine Lebenskrise und geht daher einen Pakt mit dem Teufel ein. In Folge missbraucht sie ihre professorale Macht gegenüber einem Studenten. (Christina Templin)

Erscheinungsjahr: 2024

Begriff: Abtreibung, Feminismus, Gender, Identität, Machtmissbrauch, Patriarchat, Rechtspopulismus

Fatma Aydemir (*1986): Dschinns

Aydemirs zweiter Roman erzählt die Geschichte einer deutsch-kurdischen Kernfamilie aus der Perspektive ihrer sechs Mitglieder. Diese treffen nach dem tödlichen Herzinfarkt des Ehemanns/Vaters Hüseyin Yılmaz in dessen zum Ruhestand angeschaffter Eigentumswohnung in Istanbul zusammen und blicken auf ihre je eigenen, durch u.a. Alter, Geschlecht und Sexualität geprägten, (Post-)Migrationserfahrungen zurück. (Sandra Folie)

Erscheinungsjahr: 2022

Begriff: Familienroman, Gastarbeit, Gegenwartsliteratur, Gender, Geschichte, Gesellschaftsroman, Homophobie, Migration, Postmigrantische Literatur, Rassismus, Roman, Sexismus

Fatma Aydemir (*1986), Hengameh Yaghoobifarah (*1991; Hg.): Eure Heimat ist unser Albtraum

Anthologie mit Essays zu 14 Stichworten wie „Sichtbar” (Sasha Marianna Salzmann), „Liebe“ (Sharon Dodua Otoo), oder „Zuhause“ (Mithu Sanyal). Der Band zeigt „existenzielle Aspekte marginalisierter Lebensrealitäten in Deutschland” auf und damit individuelle Erfahrungen mit intersektionalen Benachteiligungen in der heutigen Gesellschaft. Die Beiträge nehmen kein Blatt vor den Mund und lassen trotz des politischen Gewichts auch Sprachwitz aufscheinen. (Martina Wernli)

Erscheinungsjahr: 2019

Begriff: Albtraum, Essay, Heimat, Liebe, Sichtbarkeit, Zuhause

Nach oben scrollen