Schmerz

Margareta Ebner (um 1291–1351): Offenbarungen

Die aus Mödingen stammende Dominikanerin gilt als herausragende Mystikerin des 14. Jahrhunderts. Ihr gesamtes Werk, bestehend aus den „Offenbarungen“, dem „Paternoster“ und dem Briefwechsel mit Heinrich von Nördlingen, ist in Handschriften überliefert, die teilweise bereits um 1353 entstanden sind. Diese Texte brechen mit hagiographischen Konventionen und markieren durch ihre reflektierte Ich-Perspektive sowie die radikale Deutung von Krankheit als compassio Christi eine literarisch eigenständige weibliche Subjektivität. (Clara-Maria Bauman)

Erscheinungsjahr: 1. Hälfte 14. Jahrhundert

Begriff: Frauenmystik, Gnadenvita, Gottesfreunde, Heinrich von Nördlingen, Klosterleben, Passionsmystik, Schmerz, Visionen

Elsbeth von Oye (um 1290−1340): Offenbarungen

Die „Offenbarungen“ der Dominikanerin Elsbeth von Oye sind als (selbst)zensiertes Autograph erhalten. Später wurde der Text für das „Ötenbacher Schwesternbuch“ bearbeitet. Im Mittelpunkt steht exorbitante Selbstkasteiung, die Gott der Mystikerin in Auditionen abverlangt und die sie mehrfach hinterfragt, ohne sich davon zu befreien. (Beatrice Trînca)

Begriff: (weibliche) Autorschaft, Dialog, Frauenmystik, Gott, Liebe, Mehrautorenschaft, Offenbarungsliteratur, Religion, Schmerz

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