Margareta Ebner (um 1291–1351): Offenbarungen

Die aus Mödingen stammende Dominikanerin gilt als herausragende Mystikerin des 14. Jahrhunderts. Ihr gesamtes Werk, bestehend aus den „Offenbarungen“, dem „Paternoster“ und dem Briefwechsel mit Heinrich von Nördlingen, ist in Handschriften überliefert, die teilweise bereits um 1353 entstanden sind. Diese Texte brechen mit hagiographischen Konventionen und markieren durch ihre reflektierte Ich-Perspektive sowie die radikale Deutung von Krankheit als compassio Christi eine literarisch eigenständige weibliche Subjektivität. (Clara-Maria Bauman)