Adelheid Reinbold (1800–1839)

Adelheid Reinbold (1800–1839): Irrwisch-Fritze. Idyll-Novelle

Von der Forschung als ‚erste deutschsprachige Dorfgeschichte‘ apostrophiert, verhandelt der im norddeutschen Bauernmilieu spielende Text die Liebe des armen Waisen Fritz und der Bauerstochter Lieschen, die gegen ihren Willen einen reichen Bäcker aus der Stadt heiraten soll. Lieschens Geschichte wird als Fortsetzung einer intergenerationellen Ohnmachtserfahrung gerahmt. Der emanzipatorisch-patriarchatskritische Plot ist angereichert mit phantastisch-magischen Figuren und Motiven, die dem niederdeutschen Volksglauben entstammen. (Jakob Christoph Heller)

Erscheinungsjahr: 1839

Begriff: Adoleszenz, Bauernmilieu, Dorfgeschichte, Geschlechterrollen, Gesellschaftskritik, kryptonyme Autorschaft, Liebe, Okkultismus, Patriarchat, phantastische Literatur, Vormärz/Biedermeier

Adelheid Reinbold (1800–1839): Die Gesellschaft auf dem Lande

Zyklus von vier Schauergeschichten (Emilie de Vergy, Die Kette, Der Doppelgänger, Bagatelle), die sich Vertreter:innen verschiedener Stände bei einem Landaufenthalt erzählen. Reinbold verhandelt in den Novellen Standeskonflikte und heteronormative Geschlechterverhältnissen, oftmals in intersektionaler Verschränkung. Patriarchale Gewalt in Partnerschaft und Ehe klingen in vielen der Novellen an oder sind sogar zentrales Thema. Die schauerliterarischen Motive figurieren – etwa in Die Kette – weibliche Rachephantasien. Die Rahmengespräche nutzt der Text für Verweise auf politische Konflikte des Vormärz. (Jakob Christoph Heller)

Erscheinungsjahr: 1836

Begriff: Ehe, Eifersucht, Emanzipation, Geschlechterrollen, Gesellschaftskritik, Gewalt, Kindsmord, kryptonyme Autorschaft, Liebe, Misogynie, Novellistik, Okkultismus, Romantikrezeption, Schauerliteratur, Sexualität, Vormärz/Biedermeier

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